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Spezialisierungs-Track

azena compliance

Du setzt KI im Unternehmen rechtssicher und verantwortungsvoll ein: Du kennst die Grundregeln des EU AI Act und der DSGVO, weißt welche Daten nie in ein KI-Tool gehören, wann du KI-Inhalte kennzeichnen musst, und baust eine einfache interne KI-Nutzungsrichtlinie samt Checkliste. WICHTIG: Dieser Kurs ist KEINE Rechtsberatung, sondern praktische Orientierung — im Zweifel entscheiden dein Datenschutzbeauftragter, das Justiziariat oder ein Fachanwalt.

Stufe 1 · KI im BerufKI in deinem Job anwenden — Outreach, Inhalte, Entscheidungen. Kein Coding. Kein Vorwissen aus dem Basis-Kurs nötig — du kannst direkt einsteigen.
18 Lektionen 180 Min 250 Token Detailseite gratis
Track starten 250 TokenKI im Unternehmen sicher und regelkonform nutzen.

Was du danach kannst

  • Den EU AI Act in Grundzügen verstehen und die eigene Rolle (Provider vs. Deployer) einordnen
  • Die vier Risikostufen kennen und KI-Anwendungen richtig einsortieren (besonders versteckte Hochrisiko-Fälle wie HR)
  • Die verbotenen Praktiken und den geltenden Zeitstrahl der Fristen benennen
  • DSGVO beim KI-Einsatz beachten: welche Daten dürfen in welches Tool, und warum
  • Geschäftsgeheimnisse und Urheberrecht bei Eingabe und Ausgabe richtig bewerten
  • Eine einfache interne KI-Nutzungsrichtlinie mit Checkliste und Dokumentation aufbauen

Das Curriculum

18 Lektionen · Schritt für Schritt

  1. 01

    Warum dich das angeht — und was dieser Kurs NICHT ist

    9

    Schon ein einziger Prompt berührt Datenschutz, Geheimnisse und Urheberrecht. Hier lernst du, praktisch sicher zu handeln.

  2. 02

    Der EU AI Act in 15 Minuten — auch Nutzer haben Pflichten

    11

    Die erste umfassende KI-Verordnung der Welt — und warum sie auch dich als reinen Anwender betrifft.

  3. 03

    Die Risiko-Pyramide: vier Stufen — und der HR-Fallstrick

    11

    Vom Spamfilter bis zum Verbot: Wie der AI Act Anwendungen einordnet — und welche du leicht unterschätzt.

  4. 04

    Verbotene Praktiken: die rote Linie (seit Februar 2025)

    9

    Was unter keinen Umständen erlaubt ist — und welche Bußgelder drohen.

  5. 05

    Der Zeitstrahl: was gilt ab wann

    10

    Der AI Act kommt gestaffelt. Diese Daten solltest du kennen — und eine offene Reform im Blick behalten.

  6. 06

    Transparenzpflichten (Art. 50): KI sichtbar machen

    9

    Ab 2.8.2026 musst du offenlegen, wenn etwas KI ist — Chatbots, KI-Texte, KI-Bilder, Deepfakes.

  7. 07

    DSGVO trifft KI: personenbezogene Daten in Prompts

    11

    Was du in den Prompt tippst, kann personenbezogene Daten sein — und die DSGVO gilt voll.

  8. 08

    Vertraulichkeit & Geschäftsgeheimnisse im Prompt

    9

    Nicht nur Personendaten sind heikel — auch interne Geheimnisse können durch einen Prompt ihren Schutz verlieren.

  9. 09

    Urheberrecht von KI-Output — wem gehört, was die KI erzeugt?

    10

    Reiner KI-Output ist oft nicht geschützt — und kann zugleich fremde Rechte verletzen.

  10. 10

    Eine interne KI-Nutzungsrichtlinie bauen

    11

    Aus allem Gelernten wird ein praktisches Dokument: klare Regeln, an die sich alle halten können.

  11. 11

    Auftragsverarbeitung & Drittland-Transfer — wenn deine Daten reisen

    11

    Viele KI-Anbieter sitzen in den USA. Bevor personenbezogene Daten dorthin fließen, müssen AVV und Transfergrundlage stimmen.

  12. 12

    Rechtsgrundlage & Betroffenenrechte — die DSGVO-Pflichten hinter dem Prompt

    10

    Jede Verarbeitung braucht eine Rechtsgrundlage (Art. 6) — und Menschen haben Rechte auf Auskunft und Löschung, auch wenn KI im Spiel ist.

  13. 13

    KI in Bewerbung & Personal — warum HR ein Hochrisiko-Bereich ist

    10

    KI zur Bewerberauswahl oder Mitarbeiterbewertung ist Hochrisiko — mit Pflichten zu menschlicher Aufsicht und Diskriminierungsschutz.

  14. 14

    Haftung & Verantwortung — wer zahlt, wenn die KI Mist baut?

    10

    Die KI ist nie schuld — verantwortlich bleiben Menschen und Unternehmen. Menschliche Kontrolle ist dein bester Schutz.

  15. 15

    Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) — vor dem Start prüfen

    10

    Bevor KI mit hohem Risiko auf personenbezogene Daten losgelassen wird, verlangt die DSGVO eine Folgenabschätzung (Art. 35).

  16. 16

    KI & Mitbestimmung — der Betriebsrat redet mit

    10

    Führt ein Unternehmen KI ein, die das Verhalten von Beschäftigten erfassen kann, hat der Betriebsrat ein echtes Mitbestimmungsrecht (BetrVG).

  17. 17

    Wenn etwas schiefgeht — Datenpanne & KI-Vorfall melden

    9

    Eine Datenpanne hat enge Meldefristen (DSGVO Art. 33/34). Wer einen Vorfall früh meldet, schützt Betroffene und das Unternehmen.

  18. 18

    Dokumentation, Rechenschaft & die Vor-jedem-Einsatz-Checkliste

    10

    Wer KI einsetzt, muss es belegen können. Mit Mini-Register und Checkliste bist du auf der sicheren Seite.

Was du baust

Echte Artefakte, keine Theorie

Deine KI-Einsätze in die Risiko-Pyramide einordnen

Ergebnis: Deine 5 Einsätze mit Risikostufe + 1 Fall, bei dem du vor dem Einsatz Rücksprache halten würdest.

Daten-Triage: Was darf in welches Tool?

Ergebnis: Deine Datenarten in drei Kategorien sortiert + die Liste 'verbotene Datenarten' für eure Richtlinie.

Einen Kennzeichnungs-Standard entwerfen

Ergebnis: Dein Kennzeichnungs-Standard: betroffene Inhalte + 2-3 fertige Hinweis-Formulierungen.

Capstone: Deine KI-Spielregeln auf einer Seite

Ergebnis: Deine einseitige KI-Richtlinie + die 5-Fragen-Checkliste + ein Satz, wer im Unternehmen sie final freigeben/prüfen sollte (DSB/Justiziariat).

Die Risiko-Pyramide des EU AI Act

Vier Stufen — von verboten bis frei. Wo dein KI-Einsatz landet, entscheidet, welche Pflichten gelten.

UnannehmbarSocial Scoring — verbotenHochrisikoBewerber-ScoringBegrenzt · TransparenzChatbot mit KennzeichnungMinimalSpamfilter — frei2. August 2026Transparenz + Hochrisiko

Je höher die Stufe, desto strenger die Pflichten. Der häufigste Fehler: ein HR-Tool wie Bewerber-Scoring als „harmlos" einzustufen — dabei ist es Hochrisiko. Verbotene Praktiken (z.B. Social Scoring, Emotionserkennung am Arbeitsplatz) kosten bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes (Art. 99).

Der Zeitstrahl — was gilt ab wann
  1. 2.2.2025

    Verbote + KI-Kompetenz

  2. 2.8.2025

    GPAI-Pflichten

  3. 2.8.2026

    Transparenz + Hochrisiko

  4. 2.8.2027

    weitere Hochrisiko-Teile

KI-Kompetenz (Art. 4) gilt bereits. Der „Digital Omnibus" (Vorschlag 19.11.2025) könnte Fristen noch verschieben — Mitte 2026 nicht final.

Art. 50 · ab 2.8.2026

Transparenz: KI sichtbar machen

Chatbots offenlegen, KI-Inhalte und Deepfakes kennzeichnen, maschinenlesbar markieren. Gilt auch für reine Nutzer (Deployer).

DSGVO · DSK-Orientierungshilfe

Personenbezogenes im Prompt

Die DSGVO gilt beim KI-Einsatz voll. Prompts können zu Trainingsdaten werden — keine personenbezogenen Daten in öffentliche Tools ohne Prüfung; Geschäftsversion mit no-training + AVV (Art. 28).

Rechenschaft · Art. 5(2)

Eine interne Nutzungsrichtlinie

Erlaubte Tools, verbotene Datenarten, Kennzeichnungspflicht, Verantwortliche — an Rollen gekoppelt. KI-Kompetenz (Art. 4) dokumentieren, damit der Einsatz verteidigbar bleibt.

Keine Rechtsberatung — praktische Orientierung. Verbindlich nur über Datenschutzbeauftragte, Justiziariat oder Fachanwalt. Gesetze und Auslegung ändern sich.

Deine eigene KI-Nutzungsrichtlinie auf einer Seite — mit Nova als Mentor, von der Risikostufe bis zur Checkliste.

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Belege & Quellen

Jede Aussage ist belegt — echte, geprüfte Quellen statt Behauptungen.

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GO vs. NO-GO — ein echtes Beispiel aus dem Track.

Wie der Track läuft

Mit Nova als Mentor

Dein KI-Mentor erklärt jedes Konzept, gibt dir fertige Claude-Code-Prompts und hilft bei jeder Frage.

Geprüftes Siegel

Nimm einen konkreten KI-Einsatz aus deinem Arbeitsbereich. Erklär Nova: In welche Risikostufe fällt er und warum? Welche Daten kommen ins Spiel und in welches Tool dürfen sie (DSGVO/Geschäftsgeheimnis)? Müsstest du das Ergebnis kennzeichnen (Art. 50)? Welche der 5 Checklisten-Fragen würde dich stutzig machen — und wann würdest du DSB oder Justiziariat einschalten, statt selbst zu entscheiden? Mach dabei deutlich, dass das Orientierung ist, keine Rechtsberatung.

In deinem Tempo

Rund 180 Minuten Kerninhalt — plus deine eigenen Projekte. Jederzeit pausierbar.

Fehler, die du vermeidest

  • Personenbezogene oder vertrauliche Daten in kostenlose/öffentliche KI-Tools eingeben — sie können zu Trainingsdaten werden (Samsung-Fall).
  • KI-Inhalte nicht kennzeichnen — ab 2.8.2026 ist das Pflicht (Art. 50: Chatbots, KI-Texte/Bilder, Deepfakes).
  • Annehmen, KI-Output sei automatisch das eigene geschützte Werk — reiner KI-Output ist meist ungeschützt und kann fremde Rechte verletzen.
  • Die eigene Rolle/Risikostufe falsch einschätzen — einen Hochrisiko-Fall wie die HR-Bewerberauswahl für harmlos halten oder ein Verbot übersehen.
  • Keine Rechtsgrundlage und keine Dokumentation — die DSGVO-Rechenschaftspflicht (Art. 5 Abs. 2) ignorieren; ohne AVV/Nachweise ist der Einsatz nicht verteidigbar.

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