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Spezialisierungs-Track

azena local

Du verstehst, warum man KI-Modelle lokal auf der eigenen Hardware laufen lässt — und tust es. Du wählst aus der Open-Model-Landschaft ein passendes Modell, installierst Ollama oder LM Studio, lässt das Modell offline laufen, hängst ein Chat-UI mit RAG über deine eigenen Dokumente davor und schätzt die Trade-offs gegen die Cloud ehrlich ein. Am Ende läuft ein privater Assistent, der ohne Internet antwortet und bei dem kein Byte deiner Daten den Rechner verlässt.

Stufe 2 · Einfache Tools bauenDie Brücke: Die KI baut, du dirigierst. Erste eigene Werkzeuge. Diese Vertiefung baut auf den Grundlagen des Basis-Kurs auf. Zum Basis-Kurs
18 Lektionen 142 Min 250 Token Detailseite gratis
Track starten 250 TokenKI auf deinem Rechner — privat, offline, unter Kontrolle.

Was du danach kannst

  • Begründen, wann lokale KI der Cloud vorzuziehen ist (Datenschutz, Kosten, Kontrolle, Offline)
  • Die Open-Model-Landschaft einordnen (Familien, Größen) und die Live-Library statt fixer Versionen prüfen
  • Ollama oder LM Studio installieren und ein lokales Modell laufen lassen
  • Modell & Quantisierung an die eigene Hardware anpassen (GGUF, VRAM-Faustregel)
  • Ein lokales Chat-UI mit RAG über eigene Dokumente aufsetzen und Tools anbinden
  • Lizenzen unterscheiden (Apache 2.0 vs. bespoke) und die Hardware-/Qualitätsgrenzen einschätzen

Das Curriculum

18 Lektionen · Schritt für Schritt

  1. 01

    Warum lokale KI? Datenschutz, Kosten, Kontrolle

    9

    Drei harte Gründe, ein Modell auf dem eigenen Rechner laufen zu lassen — statt in der Cloud.

  2. 02

    Die Open-Model-Landschaft verstehen

    10

    Open-Weight-Modelle gibt es in Familien und Größen — und die Versionen wechseln monatlich.

  3. 03

    Ollama installieren — der einfachste Einstieg

    9

    Ein Open-Source-Tool, ein Befehl — und ein Modell läuft lokal auf deinem Rechner.

  4. 04

    Dein erstes lokales Modell laufen lassen

    8

    Klein anfangen: ein 3B-8B-Modell, einmal warten, danach offline antworten lassen.

  5. 05

    LM Studio — die grafische Oberfläche

    9

    Lieber klicken als tippen? LM Studio bringt Modell-Browser, Chat-UI und Regler — gratis.

  6. 06

    Modell & Quantisierung wählen — GGUF und VRAM

    11

    Warum dasselbe Modell in vielen Größen kommt — und welche auf deine Hardware passt.

  7. 07

    Das Kontextfenster — warum lange Eingaben den Speicher sprengen

    9

    Ein lokales Modell sieht nur ein begrenztes Fenster an Tokens. Wird es überschritten, fällt der Anfang still heraus — und ein größeres Fenster kostet echten Speicher.

  8. 08

    Temperatur, top_p & seed — die Regler für Kreativität vs. Verlässlichkeit

    9

    Du kannst steuern, WIE ein lokales Modell sein nächstes Wort wählt — von grundsolide und reproduzierbar bis wild und einfallsreich. Temperatur, top_p und seed sind die Regler.

  9. 09

    Ein lokales Chat-UI aufsetzen — Open WebUI

    10

    Eine schöne, offline-fähige Chat-Oberfläche vor dein lokales Modell — mit RAG über deine Dokumente.

  10. 10

    Lokale Modelle an Tools & Apps anbinden

    9

    Der OpenAI-kompatible Endpunkt ist der Trick: bestehende Tools auf dein lokales Modell umbiegen.

  11. 11

    Tool-Calling — wenn dein lokales Modell nicht nur redet, sondern handelt

    10

    Gibst du dem Modell eine Werkzeugliste, antwortet es mit einem strukturierten Aufruf statt aus dem Gedächtnis zu raten — dein Code führt aus und reicht das Ergebnis zurück. Die agentische Schleife, komplett lokal.

  12. 12

    Lokal vs. Cloud — die ehrlichen Trade-offs

    9

    Kein Lager-Denken: Wann lokal gewinnt, wann die Cloud — und warum Hybrid oft die Antwort ist.

  13. 13

    Datenschutz-Use-Cases für Unternehmen

    9

    Wo lokale KI im Job konkret glänzt: sensible Dokumente, interne Wissensbasis, Compliance.

  14. 14

    Grenzen — Hardware und die Qualitätslücke

    9

    Damit du nicht in die typischen Fallen läufst: was lokale KI (noch) nicht kann.

  15. 15

    Lokales RAG vertiefen — eigene Dokumente offline durchsuchbar

    11

    Wie RAG unter der Haube wirklich arbeitet — Embeddings, Chunks und der Index, alles lokal.

  16. 16

    Performance-Tuning — mehr Tempo aus deiner Hardware

    10

    Kontextlänge, GPU/CPU-Aufteilung und Speicher: die Stellschrauben, die dein lokales Modell schneller machen.

  17. 17

    Modelle vergleichen & benchmarken — das richtige für die Aufgabe

    9

    Nicht das "beste" Modell zählt, sondern das beste für DEINE Aufgabe — so findest du es methodisch.

  18. 18

    Capstone-Vorbereitung — dein privater Offline-Assistent

    10

    Alles zusammen: Modell + UI + RAG, offline verifiziert, mit Lizenz- und VRAM-Check.

Was du baust

Echte Artefakte, keine Theorie

Ollama oder LM Studio installieren und ein Modell laufen lassen

Ergebnis: Ein lokal laufendes Modell + ein Beleg (Screenshot/Notiz), dass es auch ohne Internet antwortet.

Modell & Quantisierung für deine Hardware bestimmen

Ergebnis: Eine kurze Notiz: deine Hardware, die VRAM-Rechnung und 2-3 passende Modell-/Quant-Kandidaten.

Ein lokales Chat-UI mit eigenen Dokumenten aufsetzen

Ergebnis: Ein laufendes lokales Chat-UI, das Fragen aus deinen eigenen Dokumenten korrekt beantwortet.

Capstone: Dein privater, offline-fähiger Wissens-Assistent

Ergebnis: Ein laufender Offline-Assistent (Modell + UI + RAG) + Offline-Nachweis + Setup-Doc + Lizenz-/VRAM-Checkliste.

Der Rechner als Datengrenze

Lokal bleibt jedes Byte auf deiner Hardware — in der Cloud überquert es die Grenze. Sieh den Unterschied, live.

Das ist die Kernidee: die Grenze deiner Hardware. Im lokalen Modus kreisen Dokument, Frage und Antwort innerhalb der Box und prallen an der Grenze ab — nichts verlässt den Rechner, die Grenze pulsiert grün. Im Cloud-Modus löst sich das Paket, überquert die rote Grenze zum Anbieter und zurück. Unten siehst du die zweite harte Grenze: ein GGUF-Modell gleitet in den VRAM-Balken — passt es nicht, läuft er rot über. Lokale KI lebt zwischen genau diesen zwei Grenzen: Datenschutz auf der einen, Speicher auf der anderen Seite.

Lokal Cloud
  • DatenschutzDaten bleiben auf der Maschine (DSGVO/Geheimhaltung)Daten verlassen das Haus zum Anbieter
  • KostenKeine Pro-Token-Kosten, einmal HardwarePro Aufruf, kein Hardware-Invest
  • VerfügbarkeitOffline, ohne Netz nutzbarBraucht Verbindung
  • QualitätErreicht oft nicht das Frontier-NiveauSpitzenmodelle sofort verfügbar

Es gibt keinen Gewinner — Hybrid ist legitim: Sensibles lokal, das schwere Spitzenmodell aus der Cloud. Du entscheidest pro Aufgabe, wo die Grenze liegt.

Datenschutz-Use-Cases

Sensibles bleibt lokal — kein Upload

Verträge oder Personalakten lokal zusammenfassen, RAG über die interne Wissensbasis — ohne dass ein Byte den Rechner verlässt. Genau das macht lokale KI für Unternehmen mit DSGVO- und Geheimhaltungspflicht interessant.

GGUF / Quantisierung

Q4_K_M als VRAM-Kompromiss

GGUF ist das De-facto-Format für lokale Modelle: eine Datei aus Gewichten und Metadaten. Q4_K_M ist der übliche Kompromiss aus Qualität und VRAM. Faustregel: VRAM ≈ Parameter × Bits + Overhead — zu niedrige Bits sparen Speicher, kosten aber Qualität.

Lizenz prüfen

Apache 2.0 vs. Llamas eigene Lizenz

Open-Weights wie Qwen, Gemma oder Mistral stehen oft unter Apache 2.0 (kommerziell unbedenklich). Metas Llama hat eine eigene Community-Lizenz mit Sonderklauseln — vor dem kommerziellen Einsatz lesen, das ist ein realer Compliance-Unterschied.

Deinen eigenen offline-fähigen Assistenten innerhalb dieser Grenze bauen — mit Nova als Mentor, von Ollama über GGUF bis zum lokalen RAG.

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Belege & Quellen

Jede Aussage ist belegt — echte, geprüfte Quellen statt Behauptungen.

Reinschnuppern

Gratis-Vorschau

GO vs. NO-GO — ein echtes Beispiel aus dem Track.

Wie der Track läuft

Mit Nova als Mentor

Dein KI-Mentor erklärt jedes Konzept, gibt dir fertige Claude-Code-Prompts und hilft bei jeder Frage.

Entscheidungs-Challenge

Kein Erklären: du stehst in einer echten Führungssituation, wählst die strategisch beste Option und begründest sie — Nova bewertet dein Urteil, nicht deine Eloquenz. Eine schwache Wahl rettet auch die schönste Begründung nicht.

In deinem Tempo

Rund 142 Minuten Kerninhalt — plus deine eigenen Projekte. Jederzeit pausierbar.

Fehler, die du vermeidest

  • Ein zu großes Modell für die Hardware wählen (z.B. 70B auf 8 GB VRAM) — es lädt nicht oder swappt. Erst VRAM gegen Parameter × Quant rechnen.
  • GPT-Klasse-Qualität von einem winzigen Modell erwarten — ein 3B ist nützlich, aber kein Frontier-Modell.
  • Lizenzen ignorieren — Qwen/Gemma/Mistral sind oft Apache 2.0, Llama hat eine eigene Lizenz mit Sonderklauseln; vor kommerziellem Einsatz prüfen.
  • Blind die niedrigste Quantisierung (Q2) wählen, um Speicher zu sparen — das kostet zu viel Qualität; Q4_K_M ist der bessere Kompromiss.
  • Feste Versions-Strings festschreiben — sie ändern sich monatlich und werden zu toten Verweisen; auf die Live-Library verweisen.

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